Verbindungen (auch Korporationen genannt) sind studentische Vereine, die sich zum Ziel gesetzt haben, das Miteinander der Studierenden verschiedener Fachrichtungen und den Austausch über Generationen hinweg zu fördern sowie gemeinsame Unternehmungen anzubieten. Je nach Verbindungsart treten weitere Ideale hinzu.
Die Mitgliedschaft beginnt mit einer "Probezeit" als sogenannter "Fux", während derer man über die Verbindung informiert wird und sich entscheiden kann, ob man Vollmitglied ("Bursche") werden möchte. Die Burschen bleiben nach Studierende als "Alte Herren" bzw. "Philister" oder "Philisterinnen" Mitglied der Verbindung.
Die meisten Verbindungen haben ein eigenes Haus, das für ihre Veranstaltungen und zum Wohnen der Studierenden dient. Üblich ist auch das Tragen von Bändern ("farbentragende Verbindungen"). Die Farben symbolisieren die Zugehörigkeit zu der jeweiligen Verbindung.
Manche Verbindungen (insbesondere die "Corps" und ein Teil der "Burschenschaften") betreiben das studentische Fechten. Nach bestimmten Regeln können oder müssen die Mitglieder mit scharfer Klinge zu Fechtpartien ("Mensuren") antreten, die auch schon mal Narben ("Schmisse") hinterlassen können. Heute scheint man allerdings geneigt, solche Verletzungen eher zu vermeiden, während sie früher sogar als Zierde galten.
Die einzelnen Verbindungsarten haben unterschiedliche Mitgliedschaftsvoraussetzungen: Für fast alle Verbindungen ist die Einschreibung an einer wissenschaftlichen Hochschule Pflicht. Darüber hinaus nehmen viele Korporationen nur männliche Mitglieder auf. Andere sind jedoch gemischt. Auch gibt es einige wenige reine Damenbünde. Ausländer und Zivildienstleistende werden (entgegen dem Klischee) bei fast allen Verbindungen aufgenommen.