Die AWV Teutonia in Hannover (1924-25)

I. Die wirtschaftliche Lage und die Studienaussichten nach dem ersten Weltkrieg

Die Versuche des VDB, in Hannover durch die Gründung einer Verbandskorporation Fuß zu fassen, erfolgten zu einer Zeit, als der 1. Weltkrieg mit seinen furchtbaren Verlusten an Menschen und der Abdrosselung allen wirtschaftlichen Fortschrittes nur wenige Jahre zurücklag. Der Wunsch einer Verbindung beizutreten, sollte an Studenten herangetragen werden, die entweder im Krieg oder in den darauf folgenden Jahren ihr Studium hatten unterbrechen müssen und nun verspätet und um Jahre gealtert ihr Studium fortsetzen wollten oder aber die als Schüler diese Zeit erlebt hatten und jetzt nur von dem einzigen Drang beseelt waren, ihr Studium möglichst schnell hinter sich zu bringen, soweit ihnen dies finanziell überhaupt möglich war.

Es war dies eine Generation von Studierenden, denen man nach Konsolidierung der Lebensverhältnisse und Wiederherstellung der Forschungseinrichtungen und des Lehrkörpers wieder friedensmäßig ausgerichtete Leistungen abverlangte, ohne dass ihnen, abgesehen von einem geringen Gebührenerlass in den höheren Semestern, irgendwelche finanzielle Unterstützung bewilligt wurde. Das Studieren wurde in jener Zeit, einschließlich aller persönlichen Folgen, als ausgesprochen eigenes Risiko bewertet. Es durfte daher auch niemanden verwundern, dass in dieser Zeit auch viele fachlich begabte Studenten finanziell auf der Strecke blieben und ihr mehr oder minder weit vorgeschrittenes Studium endgültig aufgeben mussten. Da aber alle ohne Unterschied unter der wirtschaftlichen Misere zu leiden hatten, war es vielen nur nach Überwindung erheblicher persönlicher Entbehrungen gelungen, ihr gewähltes Berufsziel zu erreichen.

Unter Berücksichtigung der geschilderten Studienbedingungen muss es wohl als selbstverständlich angenommen werden, dass diese Generation von Studenten vielleicht einiges Verständnis für eine gesunde Tradition des Studententums, aber nicht für die vor dem Ersten Weltkrieg noch üblichen Standesbräuche und Trinkunsitten aufbrachte, die irgendwelchen unerwünschten Zeit- und Geldaufwand erforderten. Da aber die studentischen Korporationen schlechthin in der Öffentlichkeit in dieser Hinsicht als höchst anspruchsvoll bekannt waren, lehnte die Mehrzahl der Studienanfänger jede Bindung an eine studentische Korporation ab.

II. Bestrebungen des VDB zur Gründung einer Verbandskorporation an der T.H. Hannover

Nachdem anlässlich des 50. Stiftungsfestes der "Studentischen Reform-Verbindung Adelphia" in Gießen im Jahre 1920 unter Beteiligung der Burschenschaften Alemannia Leipzig und Marcomannia Frankfurt der "Verband Deutscher Burschen" (VDB) gegründet wurde, erklärten sich nach eifriger Fühlungnahme der Gründungskorporationen in kurzem Abstand eine Reihe gleichgesinnter Verbindungen bereit, dem VDB als Verbandskorporation beizutreten. Zu den unermüdlichen Vorkämpfern der Idee der farbentragenden, aber nicht-schlagenden Studentenverbindungen gehörte der Studiendirektor und Privatdozent für orientalische Sprachen an der Universität Göttingen Dr. Asmus aus Lehrte bei Hannover. Asmus entfaltete seine Werbetätigkeit vor allem im nordwestdeutschen Raum. Ihm ist es zu verdanken, dass die 1919 als "Teutoburger Barden" an der Verwaltungshochschule Detmold gegründete spätere Burschenschaft Teutoburg 1922 als AOVK-Burschenschaft, 1924 als ordentliche Verbandkorporation in den VDB aufgenommen wurde.

Bei seinen Bemühungen, die Ideen des VDB auf weitere Hochschulen auszudehnen, war es nahe liegend, dass ihm vor allem die Neugründung einer VDB-Verbindung in der seinem Wohnort Lehrte nahe liegenden Hochschulstadt Hannover am Herzen lag. Ihm zur Seite standen eine Reihe von Verbandsbrüdern und Angehörigen befreundeter Verbindungen des VDB. Zu diesen zählten die Verbandskorporationen Burschenschaft Alemannia Leipzig, Studentische Reform-Verbindung Adelphia Gießen und die damals suspendierte Burschenschaft Arminia Göttingen sowie die mit der Alemannia befreundeten Burschenschaften des Anhaltinischen Polytechnikums Turingia und Frankonia in Köthen.

Auf diese Weise gelang es, von etwa zehn AH AH der oben genannten Verbindungen die Einwilligung zu erhalten, der geplanten neuen studentischen Verbindung als "Zweitbänder-Angehörige" beizutreten. Außerdem war es wertvoll, dass sich unter diesen einige in der Nähe von Hannover wohnhafte AH AH befanden, die sich bereit erklärten, unter dem Vorsitz von AH Dr. Asmus die zusätzlich erforderlichen Vorstandsgeschäfte zu übernehmen. Hierzu zählten vor allem:

  • AH Franz Theune, Wissenschaftlicher Lehrer an der Höheren Privatschule in Burgdorf bei Hannover. (Durch Kriegseinwirkung hatte er den größten Teil seines Augenlichtes eingebüßt und konnte nach dem Hochschulabschluss nicht in den Staatsdienst treten.) Er war AH der Alemannia Leipzig.
  • AH Dipl.-Volkswirt Gustav Weiberg, tätig bei den Stadtwerken Hannover. Er war Angehöriger der Burschenschaft Teutoburg, Detmold.
  • Cand. mach. Walter Kleinsorge, nach Ablegen der Dipl. Vorprüfung neben der Fortsetzung seines Studiums im Maschinenbaufach als Hilfsassistent am Lehrstuhl für Festigkeitslehre tätig, nachdem er zuvor in seinem Heimatort Detmold an der Verwaltungshochschule einige Semester Volkswirtschaft studiert hatte und seitdem Angehöriger der Burschenschaft Teutoburg war.
  • Cand. ing. Gerhard Renner, Hannover-Misburg, hatte sein Studium am Polytechnikum Köthen unterbrochen und war seitdem Gasthörer an der TH Hannover.

Bei der Wahl des Namens für die neue Verbindung war man sich darüber im klaren, dass, solange eine neuzubildende und an der TH Hannover zugelassene farbentragende Verbindung fehlte, man nicht die Bezeichnung "Burschenschaft im VDB" führen konnte. So einigte man sich auf den Namen "Akademisch-wissenschaftliche Vereinigung (AWV) Teutonia", wobei man in Erinnerung an die Tradition der Urburschenschaft die Farben "schwarz-rot-gold" wählte.

III. Bildung einer Aktivitas und Aufbau eines Korporationsbetriebes bei der AWV Teutonia im WS 1924/25

Das wichtigste, aber auch schwierigste noch anstehende Problem der geplanten Neugründung war die Schaffung einer Aktivitas, d.h. die Lösung der Frage: Wie sollte man Studierende und dabei möglichst Studienanfänger für die Idee des VDB gewinnen. Zu Beginn des WS 1924/25 standen zunächst nur die beiden Aktiven Kleinsorge und Renner für die neu zu bildende Aktivitas zur Verfügung. Doch zeigte die eifrige Werbung noch bis Weihnachten 1924 einen guten Erfolg. Es gelang Dr. Asmus, als Studiendirektor seinen ehemaligen Schüler stud. ing. Walter Schwehn aus Lehrte zu gewinnen, der wiederum den Bruder seiner Freundin Hildegard Gieseke (er hat sie nach Beendigung seines Studiums auch geheiratet) stud. mach. Helmut Gieseke aus Hannover und durch diesen wiederum dessen Studienmitarbeiter stud. mach. Arthur Großkopf aus Hannover werben konnte.

Mit dem Zugang dieser neuen Füxe war überhaupt erst die Grundlage für den geplanten Korporationsaufbau geschaffen. Wenn auch die beiden Gründungsburschen für die wichtigsten Ämter: Kleinsorge als Präside und Renner als XX und FM bereit standen, verblieben andere wichtige Funktionen der Korporationsführung (Kassenwart, Schriftführer pp.), mit denen man aus Personalmangel auch die Neu-Eingetretenen betrauen musste. Auf jeden Fall konnte man jetzt den Neuaufbau starten.

Nachdem alle Aktiven einheitlich (es gab kein Fuxenband) das schwarz-rot-goldene Band erhalten hatten, konnte der Couleurbetrieb, wenigsten auf den internen Veranstaltungen, eröffnet werden, wenn man auch das öffentliche Tragen der Couleur bis zum Zeitpunkt der öffentlichen Anerkennung durch die Hochschule zurückstellen musste. Da es sich bis zum bevorstehenden Weihnachtsfest 1924 nicht mehr lohnte, hatte man für die zweite Hälfte des Wintersemesters 1924/25, d.h. ab Januar 1925 erstmalig einen Veranstaltungskalender aufgestellt, der v.a. beinhaltete:

  • den Stehkonvent (werktags von l0.00 – l0.15 Uhr, wie es damals an allen Hochschulen üblich war)
  • die Kneipe (am 1. Donnerstag im Monat intern, am 3. Donnerstag im Monat als VDB-Abend)
  • Wissenschaftliche Abende (am 2. und 4. Donnerstag im Monat)
  • die Konvente (wöchentlich einmal um 20.00 h.c.t.)

Die Kneipen und wissenschaftlichen Abende fanden im Clubzimmer des Restaurants "Palm" am Königsworther Platz, die Konvente auf der Bude von Bbr. Kleinsorge statt. Schon vom 9. – 11. Januar 1925 wurde das erste Winterfest unter zahlreicher Beteiligung der AH AH durchgeführt.

Ab Januar 1925 wurden die meist monatlich erscheinenden Rundschreiben herausgegeben, in denen die Bundesbrüder und AH AH über die durchgeführten Veranstaltungen und die wichtigsten Planungen unterrichtet wurden. Hierzu wurde Bbr. Schwehn als Schriftführer und Berichterstatter ernannt. Während die Original-Akten der AWV Teutonia und hernach auch der B! Teutoburg durch Kriegseinwirkung verloren gegangen sind, konnten glücklicherweise weitere Ausfertigungen wiederbeschafft werden, dadurch, dass sie vom 1. Rundschreiben der Teutonia bis etwa 1930/31 aus den Handakten von Bbr. Großkopf und hernach aus Handakten von Bbr. Hartwigk ergänzt werden konnten. Es ist daher für diese Chronik besonders wertvoll, dass die wichtigsten Unterlagen über den Werdegang von Teutoburg und Teutonia im Original belegt werden können.

Abgesehen von der Durchführung aller Veranstaltungen, zu denen auch der häufiger stattfindende Exbummel zum Germaniagarten in Hannover-Kirchrode gehörte, ist zu vermerken, dass auch das interne Korporationsleben allen Erfordernissen entsprach. So war der als FM tätige Bbr. Renner eifrig bemüht, seine drei Füxe über alle wichtigen Sparten des Korporationslebens in den wöchentlich entweder auf der "Bude" in der Escherstraße oder in seiner elterlichen Wohnung, einer Direktorenvilla in Hannover-Misburg stattfindenden Fuxenstunden theoretisch und praktisch zu unterrichten.

Rundschreiben aus dem WS 1924/25:

Rundschreiben aus dem WS 1924/25


IV. Das zweite Semester der AWV Teutonia (SS 1925) in Hannover

 

Nach dem erfreulichen Anfang der Korporationsgründung ging man mit großen Hoffnungen in das SS 1925. Es ergaben sich aber dann zwangsläufig einige Veränderungen personeller Art, die sich aber zahlenmäßig nicht nachteilig auf die Korporationsstärke auswirkten. Als Abgang ist zu vermerken, dass Bbr. Gieseke sein Studium aus finanziellen Gründen unterbrechen musste, um seine wirtschaftliche Lage durch Übernahme einer praktischen Tätigkeit zu verbessern. Ferner musste unser eifriger FM Renner Hannover verlassen, um sein unterbrochenes Studium in Köthen fortzusetzen. Dafür meldete sich aber Heinrich Hille, Angehöriger der Burschenschaft Frankonia Köthen, aktiv, nachdem er sein in Köthen begonnenes und später in Leipzig fortgeführtes Studium als Diplomkaufmann abgeschlossen hatte. Hernach konnten die Chargen im SS 1925 wie folgt besetzt werden: Bbr. Kleinsorge: X und FM, Bbr. Hille: XX, Bbr. Schwehn: XXX.

Da Bbr. Kleinsorge als eifrig bemühter Hilfsassistent an der TH Hannover nur mit Mühe in der Lage war, seine Pflichten als X zu erfüllen, konnte von dem Abhalten von Fuxenstunden künftig keine Rede mehr sein. Andererseits glaubte man angesichts der intensiven und vielseitigen Schulung der Füxe durch den bisherigen FM, diese so weit in korporativem Wissen fortgeschritten einzuschätzen, dass in einem Burschenconvent der Entschluss gefasst wurde, die drei Füxe nachträglich zu Gründungsburschen zu ernennen.

Durch Bbr. Hille, oder besser gesagt durch seinen großen Bekanntenkreis und dank seines Werbeeifers traten erfreulicherweise weitere Zugänge ein. Aufgenommen wurden: cand. elt. Gerhard Contag (vormals Berlin), cand. mach. Dieterich Vogt (alter Schulkamerad von Kleinsorge), Steuerinspektor Graumann als Ehrenmitglied und Kaufmann Heinrich Beermann als Verkehrsgast.

Infolge dieser zahlenmäßigen Auffrischung trat eine erfreuliche Belebung der gesellschaftlichen Veranstaltungen ein. Da allerdings die beiden neu eingetretenen Studierenden bereits in vorgeschrittenen Semestern waren und nicht mehr die Zeit hatten, sich an der eigentlichen, hochschulorientierten Arbeit zu beteiligen, darf es daher nicht verwundern, dass die wenigen aufbauwilligen Aktiven sich in der Minderheit befanden und befürchten mussten, dass die Entwicklung der Korporation nicht einen von den Gründern gedachten Verlauf nehmen würde und wichtige Beschlüsse von der Mehrheit überstimmt werden könnten. Diese Ansicht fand sich bestätigt, als am Ende des zweiten Semesters Bbr. Gieseke anlässlich einer Kneipe zu vorgerückter Stunde mit dem als Präsiden fungierenden Bbr. Hille wegen einer unterschiedlichen Auffassung des Bierkomments in einen derartig ausgearteten Streit geriet, dass er sein Band niederlegte. Da keiner der beiden Beteiligten sich zu einer Entschuldigung bereit fand, verloren wir durch diesen unvernünftigen Disput einen unserer wertvollsten Aktiven.

Eine kleine Stärkung erfuhren wir aber dadurch, dass der bis dahin als VG registrierte Bbr. Beermann ein Studium an der TH aufnahm und sich demzufolge als voller Aktiver melden konnte. Beermann, der trotz seiner beruflichen Tätigkeit unermüdlich auf allen Konventen und Veranstaltungen mitarbeitete, wurde dadurch angesichts der schwierigen persönlichen Situation zu einem der wertvollsten Aktiven unserer Korporation.

Zu den Anzeichen einer gewissen Stagnation der internen Entwicklung kamen im Laufe des Sommers 1925 Schwierigkeiten bei der öffentlichen Anerkennung der AWV Teutonia. Einmal war es eine Mitteilung des Rektorates der TH Hannover, dass zwar die ordnungsgemäße Anmeldung der Korporation bestätigt wird, aber von Seiten des AStA Einsprüche gegen die Farben "schwarz-rot-gold", weil bereits vorhanden, geltend gemacht wurden, dann aber auch vom Weimarer SC mit der Begründung, dass ein zur Zeit suspendiertes Corps diesen Namen getragen habe und wir im Falle der Reaktivierung dieser Verbindung, in Anerkennung dieser Priorität, den Namen Teutonia aufgeben müssten. Im Gegensatz zu den auf Erweiterung bedachten Verbandsbrüdern ließ uns der VDB offiziell wissen, dass eine Anerkennung der Teutonia als "VK" oder auch nur als "AOVK" in der damaligen Form nicht zu erwarten gewesen sei und nur darüber verhandelt werden könnte, wenn es der AWV gelingen sollte, sich als eine von der Hochschule zugelassene farbentragende Korporation mit eigener Altherrenschaft (gemeint war natürlich: zahlungskräftigem Altherrenkreis!) darzustellen. Kein Wunder, dass unsere Erwartungen auf ein baldiges "vivat-crescat-floreat" mit Ausgang des SS 1925 sehr gedämpft waren.

V. Zusammenschluss mit der aus Detmold kommenden Burschenschaft im VDB Teutoburg

Schon zum Ausgang des WS 1924/25 stand endgültig fest, dass die vom früheren Herzog in Detmold gegründete Verwaltungshochschule wegen fehlender finanzieller Mittel des Freistaates Lippe-Detmold geschlossen werden musste. Mit der Schließung mussten sich die dort befindlichen Studenten im Laufe des Sommers 1925 nach einem anderen Studienort umsehen. Für die Teutoburg bedeutete dies, dass sie, falls sie nicht endgültig suspendiert werden wollte, ebenfalls genötigt war, ihren Sitz an einen anderen Hochschulort zu verlegen. Obwohl die TH Hannover für die meisten Detmolder Studenten keine Möglichkeit der Fortsetzung ihres Studiums bot – die Mehrzahl hatte sich für Köln entschieden – fasste man entsprechend dem Wunsch vieler zwischen Hannover und Detmold ansässiger AH AH den Entschluss, die Teutoburg nach Hannover zu verlegen, wo nach Vorschlägen mehrerer Verbandsbrüder – hierunter vor allem Dr. Asmus, Weiberg und Kleinsorge – die Möglichkeit bestand, sie mit der vorhandenen AWV Teutonia zu vereinigen.

Aufgrund der für die AWV Teutonia hinsichtlich ihrer hochschulmäßigen Anerkennung bestehenden Schwierigkeiten wurden die Umzugspläne der Teutoburg von Detmold nach Hannover auch von den Mitgliedern dieser Korporation begrüßt. Allerdings mussten dann die Couleur "grün-rot-silber" und auch der Name "Teutoburg" angenommen werden. Wenn es auch zunächst für die Mitglieder der AWV Teutonia bedauerlich war, Namen und Farben aufzugeben, so erschien es aber den hiesigen Mitgliedern auf jeden Fall vorteilhaft, wenn sie mit dieser Änderung zwangsläufig die Bezeichnung "Burschenschaft im VDB" führen und dann auch gleichzeitig über eine beachtliche Altherrenschaft verfügen konnten, während für die bisherigen Angehörigen der Teutoburg die Gefahr einer Suspendierung der Korporation beseitigt war.

Nachdem die AH-Verbände beider Korporationen durch ihre Vorstände ein Zusammengehen vorprogrammiert hatten, wurde von Bbr. Kleinsorge am 15. Juni 1925 für die Teutonia und von Bbr. Drifte am 30. Juni 1925 in Detmold für die Teutoburg an die Aktiven und AH AH ein entsprechendes Rundschreiben mit Fragebogen zur Stellungnahme versandt und auf die Zeit vom 17. – 20. Juli 1925 ein gemeinsames in Hannover stattfindendes Stiftungsfest vorbereitet. Wenn auch die einzelnen Beschlüsse der AH-Verbände nicht mehr im Wortlaut vorliegen, so kann doch aus unserer Erinnerung berichtet werden, dass die Zusammenlegung von beiden Verbänden einheitlich beschlossen worden ist, so dass das neue WS 1925/26 von der Aktivitas unter der neuen Korporationsbezeichnung "Burschenschaft im VDB Teutoburg" mit den Farben "grün-rot-silber" feierlich eröffnet werden konnte, wobei die ehemaligen Angehörigen der AWV Teutonia zusätzlich das schwarz-rot-goldene Band tragen sollten.